Dieses „Männerstück” des jungen Schiller, in dem nur Männerwille, Männerschwüre, Bruderzwist und Schwerter zählen, hier (fast) nur mit Frauen besetzt - geht das? Die Bande besteht aus einer Computer-Hackerin, einer Feministin, einer, der's ums Geld geht, einer potentiellen Terroristin, einer verwahrlosten Minderjährigen, ihrer Sozialarbeiterin, und schließlich Charlotte Mohr, wegen ihres Charismas die Wortführerin. Sie haben sich in einer alten Fabrikhalle eine WG am Rande der Gesellschaft eingerichtet. Charlotte, die ihr Ausbrechen reut, wird an der Rückkehr ins bürgerliche Leben durch ihre eifersüchtige Schwester gehindert. Diese schickt ihr einen gefälschten, vermeintlich von der Mutter stammenden Brief, in dem steht, dass sie zu Hause nicht mehr erwünscht sei und ihr Freund sich jetzt der Schwester zugewandt habe.

Jede der jungen Frauen um Charlotte pflegt aber ihr persönliches Heldentum und es stellt sich bald heraus, dass die verschiedenen Kräfte nicht harmonieren. Einige wollen die Zerstörung des Staates und schrecken auch vor Gewalt nicht zurück, sodass sie sich bald in eine ausweglose Situation manövriert haben …

Jugendstück in 8 Bildern
Spieldauer: ca. 110 Minuten (+ 1 Pause)

Literaturkurs Q1 (Graichen), 12.05.2019