Normalerweise sehen Jimena und Kiara auf ihrem Weg zur Schule auf die Anden. Den Anblick haben die beiden peruanischen Schülerinnen nun gegen die lippische Landschaft eingetauscht. Von Anfang Januar bis Mitte Februar verbrachten die beiden den ersten Teil eines Schüleraustauschs in der Zuckerstadt Lage.

Einmal um die halbe Welt

Beide leben in Chosica nahe der Hauptstadt Lima und besuchen dort die deutsch-peruanische Schule „Colegio Beata Imelda“. Der Ort zieht sich entlang eines Tals durch den trockenen zentralperuanischen Teils der Anden auf etwa 1000 Meter Höhe. Von der Schule sind es nur einige hundert Meter bis zum Fuß der Berge. Eingepackt hat sich der Besuch vor allem warme Kleidung. Während wir zu dieser Jahreszeit Temperaturen um den Gefrierpunkt gewöhnt sind, ist auf der anderen Seite der Welt Sommer mit Temperaturen zwischen 17 und 22 Grad Celsius.

In den sieben Wochen ihres Aufenthalts lernten Jimena und Kiara Land und Leute, insbesondere den Alltag deutscher Jugendlicher kennen. Vor allem der Einblick in unsere Schule und unsere Art des Lernens machte Eindruck. Während ihres Aufenthaltes unternahmen die Austauschschülerinnen mit ihren Gastfamilien Ausflüge in OWL und besuchten in Begleitung ihrer peruanischen Lehrerinnen für eine Woche Berlin.

Für die Lagenser Schülerinnen und Schüler waren die beiden Peruanerinnen eine Bereicherung. Schließlich brachten sie neben dem südamerikanischen Lebensgefühl ihre Sprache mit. Für die meisten unserer Schülerinnen und Schüler bot sich so erstmals die Gelegenheit, ihre Spanischkenntnisse mit Muttersprachlern auszuprobieren.

Auf ein Wiedersehen im Sommer

Den Austausch ins Leben gerufen haben Iris Jasper und Maks Brinkmann, die beide das Fach Spanisch am Lagenser Gymnasium unterrichten. Der erste Gegenbesuch in Peru erfolgt in den Sommerferien 2018. „Für die Schülerinnen aus Lage bietet sich die einmalige Chance, ein südamerikanisches Land zu erleben und dabei das tägliche Leben in einer Gastfamilie kennenzulernen“, verspricht Maks Brinkmann. Als erstes freuen sie sich aber auf ein Wiedersehen mit ihren Gastschwestern, mit denen sie die letzten Wochen verbracht haben.

Bri, 25.02.2018