Tanztheater

„Tanztheater - Mehr als nur Bewegung“

„Breathe me“ – Ästhetisch-kompositorische Gestaltung durch das Nachgestalten, Umgestalten und Neugestalten von tanztheaterspezifischen Elementen zur Erstellung von Kleingruppenchoreografien.

Dieses Unterrichtsvorhaben wurde im letzten Schuljahr in dem Q1 Sportkurs mit dem Themenschwerpunkt „Gestalten, Tanzen, Darstellen“ bei Frau García mit großer Begeisterung durchgeführt. In diesem Zusammenhang wurden die Schülerinnen dazu befähigt, einen künstlerischen Arbeitsprozess – hier die Gestaltung einer Tanztheaterchoreografie von der Themeneingrenzung bis hin zur Umsetzung unter Berücksichtigung von tanztheaterspezifischen Elementen zu konzipieren und zu präsentieren. Der Kurs orientierte sie sich hinsichtlich der Themenfindung an dem Song „Breathe me“ (Sia), in dem es im Allgemeinen um Selbstfindungsprozesse geht, der als Grundlage für die individuell zu entwickelnde Thematik und darauf aufbauenden Motiven fungieren sollte.

Fotografischer Inspirationspool als Bewegungsanreiz
Um diesem eigenverantwortlichen Vorhaben eine Grundstruktur zu geben, legten die Lehrkraft und die Schülerinnen gemeinsam Themenschwerpunkte fest:

Themenschwerpunkte
Pantomime
Objektentfremdung
Contact-Improvisation
Spiel mit der Zeit



Darum gruppierte Fotos, die die Schülerinnen in einem Galeriegang zu erkunden hatten, sollten als Beispiele für diese Grundelemente fungieren und zugleich Bewegungsanreize für ihre eigene Choreografien schaffen. Die tänzerische Erarbeitung der Kleingruppenchoreografien erforderte von den Schülerinnen ein hohes Maß an Kreativität. Sie sollten darin bestärkt werden, sich nicht an normierten tänzerischen Formen zu orientieren, sondern an Bewegungen, mit denen sie sich selbst und die genannte Thematik ausdrücken und visualisieren können.

Fazit: Selbstfindung bewegt
Durch das Tanztheaterprojekt konnte den Schülerinnen ein alternativer Weg des Ausdrucks aufgezeigt werden. Das „Sich-artikulieren-können“ über den Körper und die Entwicklung einer eigenen Bewegungssprache, war die Aufgabe des Unterrichtsvorhabens. Während des Projekts konnte man gut erkennen, wie die Schülerinnen unterschiedlichste Möglichkeiten gefunden haben, sich tänzerisch und individuell mit dem Thema „Selbstfindung“ (z. B. persönliche Erinnerungen, symbolische Motive, Wünsche usw.) auseinanderzusetzen. Die Entdeckung eines Selbstfindungsprozesses mit den Mitteln des Tanzes inspirierte die Schülerinnen insofern, als dass sie in der Lage waren, eigenständig freie und abstrakte Bewegungsformen zu entwickeln.
Das Nachdenken über das eigenen Verständnis von Selbstfindung trug zur Identitätsfindung bei, da sich die Schülerinnen intensiv mit sich selber beschäftigen mussten. Sie sollten tänzerisch Atmosphären, Gefühle oder Situationen darstellen, in denen es um ihre eigene Stellung in der Welt geht. Durch die Analyse der Aussageabsicht ihrer Tanztheater und der Herausstellung prägnanter symbolischer Motive fiel es dem Tanzkurs leicht, anknüpfende ästhetische Bewegungen sowie eine Dramaturgie zu entwickeln.
Was für ein Erfolg! Tolle Arbeit Mädels!!!
J. García

Das Video zum Tanzprojekt hat Filia Herden (Q2) erstellt.