Per Videoschalte zu den Anfängen der Menschheit

Da wir, der Biologie Leistungskurs der Q2, Corona bedingt nicht wie geplant unsere Exkursion zum Neanderthal Museum in Mettmann antreten konnten, waren wir sehr erfreut, dass das Museum eine digitale Führung zum Thema Humanevolution und sogar einen interaktiven Video-Workshop zur Bestimmung von Schädeln anbietet.

Den Begriff "Neandertaler" hat ja jeder schon einmal gehört – die wenigsten wissen, dass das nicht irgendwelche Vormenschen waren, sondern dass sie einige Tausend Jahre gleichzeitig mit uns auf der Erde gewandelt sind. Obwohl sie vermutlich durch zu kaltes Klima ausgestorben sind, gab es auch viele Neandertaler-Menschen-Verbindungen, sodass jeder von uns über 2% Neandertaler DNA in sich trägt. Sie waren uns von den kulturellen Fähigkeiten und der geistigen Entwicklung mindestens ebenbürtig. Trotzdem gab es vor allem beim Körperbau auch Unterschiede. Der Neandertaler (Homo sapiens neanderthalensis) war etwas kleiner (160cm), dafür aber viel kräftiger und hatte ein besseres Immunsystem als der Homo sapiens. Leider sorgte - so die Theorie - die starke Ausprägung seiner Muskeln dafür, dass er einen zu hohen Energiebedarf hatte, mit dem er sich letztlich nicht mehr an die harten klimatischen Anforderungen anpassen konnte.

Der Biologie-LK der Q2 machte es sich also am 20. Januar vor den Bildschirmen bequem und gleichzeitig über das Internet auf den Weg in den kleinen Ort Mettmann bei Wuppertal. Wir besuchten dort virtuell das großartige Neanderthal-Museum und nahmen an einer interaktiven Live-Führung zum Thema "Evolution des Menschen" teil. Nicht nur der zeitliche und räumliche Ablauf der Humanevolution wurde uns hier nähergebracht, sondern auch immer der aktuellste Stand der Forschung und die historische Entwicklung aufgezeigt. Hier bekamen wir einen sehr anschaulichen Eindruck in die berühmten Namen aus unserem Schulbuch. Wir konnten u. a. die berühmte Lucy sehen und am Skelett des Turkana-Jungen (s. Bild unten, dass letztes Jahr entstanden ist) den aufrechten Gang nachvollziehen. Im anschließenden ebenfalls digital und live durchgeführten Humanfossilien-Workshop haben wir dann selbst Homininen-Schädel anhand von Merkmalen bestimmt. So kamen wir den verschiedenen Arten der Gattungen Afarensis (bedeutet Südaffe) und Homo näher, einschließlich des heute lebenden Menschen (Homo sapiens sapiens) sowie den ausgestorbenen Vorfahren unserer Gattung.

Sollte dies Teil des Zentralabiturs werden, sind wir auf jeden Fall top vorbereitet! Vielen Dank an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Museums, die das möglich gemacht haben!

(Rb)