Meeting Picasso

Ein Schülerbericht:

Fährst du gerne Zug? Dann empfehlen wir dir einen Ausflug ins Picasso Museum nach Münster! Wir, der Kunstkurs der Q1 von Frau Hagemeyer, haben Ende Juni eine Exkursion ins Picasso Museum gemacht – übrigens das einzige in ganz Deutschland. Der Weg war lang aber es hat sich gelohnt.

Das Museum ist recht klein und überschaubar, dadurch wird man nicht so erschlagen wie in anderen Museen und man kann sich für die einzelnen Werke mehr Zeit nehmen. Spannend war zum Beispiel auch, dass die Lithografien (das ist ein Druckverfahren, bei dem die Zeichnung in einen Stein geritzt wird) immer nur ein paar Wochen ausgestellt werden dürfen, da das Licht sie sonst zerstören würde. Deswegen ist es in dem Museum auch recht dunkel. Auf dem Platz vor dem Museum sind Pflastersteine in verschiedenen Grautönen. Erst von der oberen Etage des Museums aus kann man erkennen, dass dies ein Portrait von Picasso ist.

Die Museumspädagogin hat uns eine ganze Menge zu den Werken erzählt, Vieles davon war uns völlig neu, obwohl wir uns bereits im Unterricht mit Picasso beschäftigt hatten. Unser Schwerpunkt lag dabei auf den Darstellungen von Krieg und Leid mit denen Picasso sich ab den 1930ern beschäftigt hat.

Nach der Führung durften wir dann selber aktiv werden und haben in Anlehnung an ein Werk Picassos eine Monotypie gestaltet. Dabei färbt man eine Druckplatte gleichmäßig mit Farbe ein, legt ein Blatt darüber und fährt mit einem spitzen Gegenstand über das Blatt. Dadurch drückt sich auf der unten liegenden Seite an diesen Stellen die Farbe ans Papier und man erhält eine Zeichnung.

Nach den vielen Eindrücken knurrte uns der Magen und wir konnten auch noch ein wenig durch das sonnige Münster bummeln, bevor wir uns dann wieder auf den laaaaangen Heimweg gemacht haben.