Gesund ernähren - aber wie?

Wenn wir über das Thema „Gesunde Ernährung“ sprechen, so gibt es zahlreiche Meinungen dazu, was man als „gut“ oder „schlecht“ bezeichnen sollte. Oftmals widersprechen sich diese Meinungen sogar. Hinzu kommt noch der große „Bio“- und „Light“-Boom, der die Regale der Supermärkte mit immer neuen, angeblich gesunden Produkten und Etikettierungen füllt. Wie soll man sich in diesem Dschungel an Informationen noch zurechtfinden?

Der Differenzierungskurs Biologie / Erdkunde der Jahrgangsstufe 9 lud anlässlich dieser Problematik am 17. Januar zu einem Vortrag der Ernährungsberaterin Corinna Sandmüller-Tomasch ein, die in ihrem Vortrag nicht nur einige wesentliche Informationen über Grundnährstoffe, Vitamine und Mengenelemente vermittelte, sondern vor allen Dingen anhand zahlreicher Beispiele aus dem Alltag der Schülerinnen und Schüler auf die unterschiedlichen Tricks und Versprechungen der Lebensmittelindustrie einging. Zucker im Softdrink, Farbstoffe in der Tütensuppe, Citronensäure im Fertigkuchen… die Liste der Dinge, über die wir im Alltag hinwegsehen und die eigentlich schädlich für unseren Körper sind, ist unheimlich lang.


Es gibt allerdings auch viele gute Alternativen. So gab Frau Sandmüller-Tomasch etwa Tipps, wie man Hunger sinnvoll bekämpft, ohne übersättigt und übersäuert durch den Tag gehen zu müssen. Zudem stellte sie viele Lebensmittel vor, denen wir im Alltag nur wenig Beachtung schenken, die aber wichtige und essenzielle Nährstoffe für uns liefern. Darüber hinaus beantwortete sie zahlreiche Fragen der Schülerinnen und Schüler, die großes Interesse zeigten – und deren Interesse und Teilnahme auch mit frischem Obst und Gemüse vom Demeter-Bauernhof Weißenbach aus Bad Salzuflen belohnt wurde. Ein kleines Highlight war sicherlich die kostenlose Hanföl-Probe, in deren Genuss jeder, der wollte, kommen konnte. Frau Sandmüller-Tomasch räumte gezielt mit Vorurteilen und Klischees auf und stellte die positiven Effekte der Hanfpflanze für unseren Körper vor. Im Anschluss stellten die Schülerinnen und Schüler noch viele wichtige Fragen und selbst in der großen Pause blieben noch einige da, um ganz persönliche und spezifische Fragen zu stellen.

Der Vortrag und die rege Beteiligung haben einmal mehr gezeigt, wie wichtig dieses Thema für alle Beteiligten des Schulbetriebes ist und dass auch bei den Schülerinnen und Schülern großes Interesse besteht, verantwortungsvoll mit dem eigenen Körper umzugehen und sich bewusst zu ernähren.

(Sfs)